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Schwarzer Adler – Ahoi!

Am Donnerstag den 30.4. stachen wir in See (mit dem Zug) um zu unserem Stammeslager im Heim des BDP in Wardenburg bei Oldenburg aufzubrechen. Die Spielidee stand unter dem Motto: Piraten, wie vielleicht schon erraten werden konnte. 🙂

Die Anfahrt allerdings zog sich, nach insgesamt 3 Schiffswechseln (Stammesheim, Hannover HBF, Bremen HBF, Oldenburg, Wardenburg) erreichten wir bei nahender Dunkelheit unser Ziel. Hier mussten nur noch die Zelte aufgerichtet und die Kojen ausgelegt werden und schon fand der Tag mit der abendlichen Andacht sein Ende.

Unsere Wölflinge bekamen noch eine Einführung in die Spielidee in Form einer Gute-Nacht-Geschichte, die wir euch nicht vorenthalten wollen:

„So liegt ihr nun in euren Kojen. Irgendwie schaukelt der Boden unter euch. Ihr fragt euch, wo seid ihr? Langsam erinnert ihr euch. Ihr seid auf einem Schiff, dem Schwarzen Adler und segelt ins berüchtigte Piratennest Krakenfurt, dem letzten seiner Art. Dort, wo die Welt noch einige Jahrhunderte zurückversetzt scheint, sollen sich die letzten Spuren von Schwarzbart, dem berüchtigten Piraten verlaufen, dessen unermesslicher Schatz bis heute nicht entdeckt wurde. Auf der Suche nach diesem Schatz fandet ihr Gleichgesinnte mit denen ihr euch nun auf die gefährliche Reise begeben habt, Schwarzbarts Schatz zu finden!

Und so schaukelt ihr da nun in eurer Koje und seid gespannt, was die Reise nach Krakenfurt euch bringen wird. Über Nacht wird euer Schiff Krakenfurt erreichen und ihr werdet am letzten echten Piratenort dieser Welt eintreffen. Viele Erfahrungen warten auf euch und mit dem Gedanken an klirrende Säbel, Schreie und Kanonenschüsse, dem Schaukeln des Schiffs, der leichten Bewegung eurer Koje und dem leisen Atem eurer Mitreisenden schlaft ihr langsam und geborgen ein.“

Am nächsten Morgen, nach einer ereignislosen Nacht, in der die Schwarze Adler Krakenfurt erreicht hatte suchten wir uns
beim alltäglichen Frühsport einen netten Platz zum Frühstücken, der etwas weiter von den Piraten Krakenfurts entfernt war, die uns schon seltsam beäugt hatten.

Mitten in das schönste Frühstück platzte jedoch irgendein Verrückter aus der Stadt, seltsam verkleidet und mit Schwert in der Hand, der aus irgendeinem Grund wusste, dass wir auf der Suche nach Schwarzbarts Schatz waren und er schrie uns geradezu an, dass wir so wie wir jetzt gekleidet wären, hier nichts finden würden, wir sehen zu langweilig, normal, nach der „neuen Welt“ da
draußen aus. Er wisse nicht einmal, ob Madamé Strawberry die hier Anwesenden noch richten könnte, so normal und langweilig wie wir aussähen. So würde uns kein Pirat Krakenfurts auch nur irgendetwas verraten, so wahr er Pete Songyn heiße!

Nach einigem weiterem Drohen und Fauchen und der Wiederholung, dass wir ohne auszusehen wie Piraten in Krakenfurt nichts erfahren würden, verschwand er zügigen Schrittes und lies uns vollkommen perplex zurück. Doch eines war jetzt klar – auszusehen wie Piraten müssten wir wohl, alleine schon, damit uns dieser seltsame Typ nicht noch einmal aufsucht.

Also verbrachten wir den Vormittag bei Madamè Strawberry, die uns sehr gerne ausstattete, uns half unsere Säbel zu schleifen und uns zu kostümieren. Plötzlich am frühen Nachmittag, so schnell was die Zeit vergangenen, erschien der Lakai eines einflussreichen Piraten, der uns mitteilte, dass sein Herr auf uns aufmerksam geworden war und wir wie eine interessante Gruppe aussähen, die vielleicht sogar Potential hätte an den Schatz zu gelangen, dafür müssten wir uns allerdings erst in einigen Rätseln und Herausforderungen beweisen.

Zuerst mussten wir eine gefährliche Schlucht auf einer wackligen Seilbrücke überqueren, danach eine sich bewegende Mauer überwinden und dann unsere Geisteskraft beweisen, in dem wir mit jeweils unterschiedlichen Anzahlen von Händen, Füßen, Beinen, Knien und Rücken den Boden berührten. Als uns auch dies gelungen war, wartete eine letzte große Herausforderung auf uns: Wir mussten durch zwei Tunnel – plötzlich nichtmehr in alter Piratenmanier, sondern ausgestattet mit Laserschranken, die einem Spinnennetz glichen und uns wohl zu Hinweisen führen sollten.

Nach der Überwindung auch dieses letzten Hindernisses gelangten wir an zwei uralte Papiere, die eine Geheimbotschaft und einen Schlüssel enthielten. Die Geheimbotschaft forderte uns dazu auf den Fluss zu überqueren – gesagt, getan!
Wir schwangen uns in die Beiboote unseres Schwarzen Adlers und überquerten nacheinander in kleinen Gruppen den reißenden Fluss. Nach einer erfolgreichen Überquerung suchten wir das Ufer dieses verlassenen Stück Landes nach irgendwelchen neuen Hinweisen ab. Und da! Eine Flaschenpost!
Eiligst geöffnet verriet sie uns, was sie verbarg.. Eine Schatzkarte! Auf der Rückseite war eine eigens von Schwarzbart verfasste Botschaft an die Gruppe verfasst, die diese Karte entdeckt, die vor der Suche warnte, sofern nicht der Geist eines echten Piraten in einem steckte.

Mit etwas Angst und der Nacht im Rücken entschieden wir uns dann, erst einmal die Nacht in Krakenfurt hinter uns zu bringen, schließlich wird ein Piratennest am Abend nicht ruhiger und die Schatzkarte befand sich nun schließlich in unserem Besitz. Der Schatz den Schwarzbart bereits vor Jahren hier versteckt hatte, würde von heute auf morgen schließlich nicht verschwinden.

Spät am Abend brach die Sippe Harpyie einmal auf und verließ uns kurzzeitig um später mit einem geweihten Sippenwimpel wieder zu uns zu stoßen. Kurz danach brachen wir alle gemeinschaftlich auf und durften der Aufnahme Leons als Jungpfadfinder und Gabriel als Meutenhelfer beiwohnen und feiern.

Danach, spät am Abend, verschlug es uns nurnoch alle in unsere Kojen, gespannt, welch großartigen Schatz wir morgen entgegenblicken dürfen!

Am Samstagmorgen dann – oh Schreck! Um in die Kernstadt vorzudringen, zu der uns die Schatzkarte führte, sahen wir immernoch nicht genug aus wie Piraten, also zog es uns erneut zu Madamè Strawberry, die nun auch unsere Gesichter und Arme verzierte damit wir wie noch echtere Piraten aussahen, während unsre Graukluften auf dem Wasser die Umgebung erkundeten und
sicherten.

Zum Mittag überquerten wir erneut mit allen gemeinsam den Fluß um nun zu unserer Suche nach Schwarzbarts Schatz aufzubrechen (nach einem schleunigen Mittagessen, denn die Gedanken, die waren beim Schatz!).

Wir liefen und liefen, die Schatzkarte wies uns den Weg und dann kamen wir an, auf einem riesigen Feld, mit einigen Wiesen, Büschen, Bäumen und Wäldchen. Hier irgendwo musste er sein! Also schwärmten wir aus und suchten und suchten, bis- Gefunden! Da war sie, die Schatztruhe Schwarzbarts, sein Schatz, den er vor Ewigkeiten versteckt hatte, auf das wahre Piraten, seiner würdig – wir!- ihn nun gefunden hatten!

So zogen wir mit dem Schatz wieder zurück in unser Lager, erfreuten uns den (Schokoladen-)Dukaten des Schatzes und verbrachten gemeinsam eine entspannte Zeit in Krakenfurt. Manche Piraten spielten gemeinsam mit uns Volleyball, andere sonnten sich, wieder andere sorgten für ein gewaltiges Festmahl für den Abend – Schwarzbarts Schatz?! Den findet man
schließlich nur einmal im Leben. Gemächlich läutete sich nach dem Festessen dann auch der bunte Abend ein, auf dem noch einmal einige Piratenlieder zum Besten gegeben wurden, Stockzimtschnecken über dem Feuer gemacht wurden und Tschai getrunken wurde.

Am Sonntagmorgen hieß es dann auch schon Abschied nehmen. Wir bauten unsere Zelte ab und bestiegen erneut
unser Schiff, den Schwarzen Adler, wir quälten uns erneut durch einige Schiffswechsel (Umstiege) und volle Kajüten (volle Züge), bis wir am Sonntag Nachmittag unser Heim erreichten und uns dort wieder alle voneinader verabschiedeten.

Der Schatz war gefunden, alle waren gesund und munter wieder zuhause, und viele Erinnerungen an ein Stammeslager in unseren Köpfen. Wer weiß wann wir uns beim Einschlafen das nächste Mal fragen, wie wir dort eigentlich hingelangt sind…

Gut Pfad und Schwarzer Adler – AHOI!